Citytrip Tromsø
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Citytrip Tromsø

Feb 04, 2018 2 Comments

Auf der Liste meiner absoluten Lieblingsstädte hat sich Tromsø ganz weit oben eingereiht! Wer hätte gedacht, dass sich soweit im hohen Norden Norwegens eine derart schöne und belebte Stadt befindet?

Im November 2017 führte es den Liebsten und mich also rauf zum 69 Breitengrad (350km oberhalb des Polarkreises) in die am nördlichsten gelegene Universitätsstadt der Welt. Dieser Umstand macht Tromsø zu einer hippen und jungen Metropole mit knapp 70.000 Einwohnern. Der Stadtkern liegt auf der Insel Tromsøya, der auf beiden Seiten mit beeindruckenden Brücken mit dem Festland verbunden ist.

Durch den Ausläufer des Golfstroms gibt es im Winter verhältnismäßig angenehme Temperaturen von rund -5°C. Das lässt sich also gut aushalten 😊

Kurz nach unserem Aufenthalt begann die erste Polarnacht. Zwischen 27. November und 14. Jänner geht die Sonne über Tromsø nicht auf, da sie unterhalb des Horizonts erscheint. Die ersten Anzeichen dafür, konnten wir während unseres Aufenthalts schon beobachten, denn es war nur für 4 Stunden pro Tag hell. Die Dämmerung dauerte jedoch ebenfalls ein paar Stunden an und tauchte die Umgebung in ein wunderschönes Licht.

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© Chris Müller (beide Fotos)

Für die Reiseplanung vorab, hab ich mir die meisten Tipps bei der lieben Vanessa von snowintromso geholt! Ich kann also jedem Tromsø Reisenden einerseits ihren Blog und andererseits ihr großartiges eBook wärmstens empfehlen! Darin gibt’s nämlich nicht nur allgemeine Infos sondern vor allem ganz viele Insidertipps.

 

Anreise

Nach zwei Tagen in Oslo, ging es mit dem Flugzeug (2 Stunden Flugdauer) weiter nach Tromsø. Ab Wien bzw. auch Deutschland, gibt es leider keine Direktflüge. Neben Oslo kann man zB auch über London, Stockholm oder Helsinki anreisen.

Die günstigste Variante war ein Hinflug mit SAS und ein Rückflug mit Norwegian, die 4 Monate im Voraus inkl. einem eingecheckten Gepäckstück EUR 190,-. ACHTUNG: Im Vergleich zu Austrian gelten bei Norwegian andere Maximalgewichtsgrenzen. Da muss schlau gepackt werden, damit sich alles ausgeht. Beim Rückflug ist es uns allerdings nicht gelungen unser Gepäck durchzuchecken – wir mussten es in Oslo abholen und neu aufgeben. Dafür also beim Umsteigen genügend Zeit einplanen. Sicher ist sicher.

Das tollste: Wir haben vom Flieger aus bereits die ersten Nordlichter entdeckt!

Der Flughafen in Tromsø ist entsprechend klein und wenig aufregend. Dafür ist die Verbündung ins Stadtzentrum extrem einfach. Neben einem eigenen Flughafenbus gibt es auch eine sehr gute öffentliche (und kostengünstige) Verbindung.

Citytrip Tromsø Ausblick SAS mellygolucky

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Unterkunft

Wie schon in Oslo, haben wir uns auch in Tromsø für die Scandic Hotelkette entschieden, genauer gesagt für das Grand Scandic Tromsø (es gibt auch noch ein zweites, etwas Teureres, das dafür direkt am Hafen liegt).

Das Hotel mit 111 Zimmern, liegt extrem zentral und wir hatten Glück und ergatterten ein Zimmer im obersten Stockwerk mit sensationellem Ausblick. Das Bio-Frühstück ist inklusive und bietet alles, was das Herz einer Frühstücksliebhaberin begehrt. Leider hab ich ganz vergessen ausgiebige Fotos zu machen, ihr könnt euch aber im Citytrip Oslo Beitrag ein Bild davon machen. Außerdem gab es einen Kühlschrank im Zimmer in dem wir Einkäufe aus dem Supermarkt kühlen konnten).

Einziger Nachteil am Scandic Grand: im Erdgeschoss/Keller befindet sich ein Restaurant mit Nachtclub. Freitags und Samstags konnte man die Musik bis in den 7. Stock hören und auch auf der Straße gab‘s einiges an Halli-Galli. Wer nicht so einen tiefen Schlaf hat wie ich, sollte sich also leider lieber nach einer anderen Unterkunft umsehen.

Citytrip Tromsø Scandic Grand Hotelausblick Tag mellygolucky

Citytrip Tromsø Scandic Grand Hotelausblick Abend mellygolucky

 

Sightseeing & Ausflüge

In Tromsø ist alles sehr gut zu Fuß erreichbar. Wir haben uns nur für den Weg von und zum Flughafen sowie für den Ausflug auf den Hausberg zur Fjellheisen Seilbahn Bustickets gekauft (was günstiger war eine eine Wochen- oder Mehrtageskarte).

Für zwei Tage haben wir uns bei Budget/Avis ein Mietauto genommen. Die Kosten dafür lagen bei Buchung 2 Monate im Voraus bei EUR 110,-, außerdem haben wir den Tank vorm zurückgeben um EUR 22,- aufgefüllt. Da wir nur für ein paar Stunden Tageslicht hatten, sind wir nur wenig herumgefahren. Unter Tromsøya liegt eine beeindruckende Parkgarage, die für 24 Stunden EUR 26,- kostet.

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Stadtzentrum

Plan Tromso aus Google Maps

Google Maps

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Domkirche

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Bibliothek © Chris Müller

Hurtigruten

Diesen Tipp hab ich von Vanessa von snowintromso und er war wirklich Gold wert! Täglich zwischen 14:30 und 18:30 Uhr legt ein Schiff der Hurtigruten in Tromsø an und man kann für eine Besichtigung gratis an Bord gehen! Alles was man braucht, ist ein gültiger Ausweis.

Das Schiff strahlt ein ganz eigenes Flair aus und von Deck aus hat man einen tollen Blick auf die Eismeerkathedrale.

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© Chris Müller

AUSFLÜGE

Plan Kvaloya Tromvik aus Google Maps

Google Maps

Kvaløya

Eine ganze „Portion Tageslicht“ haben wir uns für eine Rundfahrt um die Insel Kvaløya reserviert und es hat sich mehr als ausgezahlt. Es gab ausreichend Möglichkeiten um kurze Fotopausen einzulegen und es waren kaum andere Autos auf der Straße. Hinter jeder Kurve erwartete uns eine neue atemberaubend schöne Landschaft.  Hier lass ich am besten die Bilder für sich sprechen 😊

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© Chris Müller (Fotos 2, 4, 6 & 7)

Tromvik

Der zweite Autotag führte uns weiter nordwestlich von Tromsø Richtung Tromvik und wieder retour. Die Landschaft war ebenso beeindruckend wie schon auf Kvaløya.

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Fjellheisen

Ein weiteres absolutes Highlight war die Fahrt mit der Fjellheisen Seilbahn auf den Hausberg von Tromsø. Um EUR 18,- pro Person kommt man bequem per Gondel auf den Berg und kann eine atemberaubende Aussicht genießen. Dort oben gab’s auch ausreichend Schnee und es war merklich kühler als in der Stadt – also warm anziehen! In einem Restaurant kann man sich zwar aufwärmen, aber es zieht einen einfach immer wieder hinaus!

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Citytrip-Tromsø-Ausblick-Fjellheisen-Twilight-mellygolucky

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Wal-Safari / Whale Watching

Kurz gesagt: eine der beeindruckendsten Erfahrungen, die ich in meinem Leben machen durfte! Und dabei schienen die Bedingungen dafür zu Beginn gar nicht so gut. Seit gut 5 Jahren kommen hunderte Orcas und Buckelwale zwischen November und Jänner in die Fjorde rund um Tromsø um ihre Jungen auf die Welt zu bringen und sich an den laichenden Heringen, die in Millionen in den Gewässern zu finden sind, voll zu fressen. Und genau dabei kann man sie von kleineren und größeren Booten aus beobachten.

Mehr dazu erzähl ich euch in einem eigenen Beitrag, denn es gibt soviel zu berichten, dass es den Rahmen hier sprengen würde 😉

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© Chris Müller

 

Nordlicht-Safari

In einem bald folgenden eigenen Beitrag erfahrt ihr alles zu unserer Nordlicht-Safari – soviel vorab: es war einfach unglaublich und ich kann jedem nur empfehlen sich das einmal im Leben zu gönnen. Der Preis ist mit EUR 160,- nämlich alles andere als günstig… Für uns hat es sich aber so sehr gelohnt, dass wir es jederzeit wieder machen würden.

Zugegeben, wir hatten enormes Wetterglück (das ist die Hauptvoraussetzung für die Sichtung von Polarlichtern in Tromsø), nichtsdestotrotz geben sich die Anbieter von Nordlichtertouren sehr viel Mühe die Beobachtung dieses Naturspektakels zu ermöglichen und fahren stundenlang ins Landesinnere und sogar bis Finnland. Denn selbst wenn der Himmel über Tromsø voller Wolken ist, kann es 30 Autominuten entfernt schon ganz anders ausschauen.

Nordlichter über Berg in Norwegen

© Chris Müller

 

Essen gehen

Norwegen ist ein teures Pflaster, das ist auch in Tromsø nicht anders, obwohl es sich um eine Studentenstadt handelt. Wir waren nur 2x auswärts essen, da wir einmal bei der Nordlichtsafari versorgt wurden und an den anderen Abenden Sandwiches aus dem Supermarkt besorgt haben (wir hatten einen Kühlschrank am Zimmer).

Egon

Das Egon ist ein Pub-ähnliches Studentenlokal in dem es leckere Burger, Fisch und Pizza gibt. Die Preise sind moderat und die Qualität sehr gut. Es liegt direkt auf der Storgata und somit extrem zentral. Für einen Abend zu Zweit muss man mit EUR 40,- rechnen.

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Pastafabbriken

Pastafabbriken ist ein italienisches Restaurant im Stadtzentrum. Die Atmosphäre ist sehr nett und einladend. Man sucht sich einen Tisch und bestellt dann direkt an der Bar. Dort holt man sich die Bestellung dann auch direkt ab.

Die Pizzen waren sehr gut und mit EUR 14,- bzw. 15,- auch preislich in Ordnung.

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Was sonst noch in ist

Hätten wir vorher geahnt, wie gut uns Tromsø gefällt, hätten wir auf jeden Fall viel mehr Zeit eingeplant. Leider haben wir es nicht geschafft alle Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Deshalb steht noch einiges auf unserer Liste für’s nächste Mal:

·         Polaria

·         Eismeerkathedrale (von innen)

·         Polstjerna

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Eismeerkathedrale © Chris Müller

 

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Habt ihr auchLust auf den hohen Norden bekommen ? 

 

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2 Comments

  1. Liebe Meli – ich mag deinen Blog 😊.. da bekommt man richtig Lust aufs Leben.. v.a. deine Norwegen-Reiseberichte sind echt super!!!

    1. Liebe Nina, vielen Dank für deine lieben Worte! Das freut mich wirklich total! Diesen Monat erscheinen übrigens gleich 2 weitere Beiträge zu Norwegen 😉 Bin schon gespannt, wie sie dir gefallen werden! Alles Liebe Melly

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